Ghasel 256

نصیحتی کنمت بشنو و بهانه مگیر
هر آنچه ناصح مشفق بگویدت بپذیر

ز وصل روی جوانان تمتعی بردار
که در کمینگه عمر است مکر عالم پیر

نعیم هر دو جهان پیش عاشقان بجوی
که این متاع قلیل است و آن عطای کثیر

معاشری خوش و رودی بساز می‌خواهم
که درد خویش بگویم به نالهٔ بم و زیر

بر آن سرم که ننوشم می و گنه نکنم
اگر موافق تدبیر من شود تقدیر

چو قسمت ازلی بی‌حضور ما کردند
گر اندکی نه به وفق رضاست خرده مگیر

چو لاله در قدحم ریز ساقیا می و مشک
که نقش خال نگارم نمی‌رود ز ضمیر

بیار ساغر در خوشاب ای ساقی
حسود گو کرم آصفی ببین و بمیر

به عزم توبه نهادم قدح ز کف صد بار
ولی کرشمهٔ ساقی نمی‌کند تقصیر

می دوساله و محبوب چارده ساله
همین بس است مرا صحبت صغیر و کبیر

دل رمیدهٔ ما را که پیش می‌گیرد؟
خبر دهید به مجنون خسته از زنجیر

حدیث توبه در این بزمگه مگو حافظ
که ساقیان کمان ابرویت زنند به تیر

Ich gebe dir einen Rat; höre zu und such keine Ausrede:
Nimm an, was immer der wohlmeinende Ratgeber dir sagt.

Genieße die Vereinigung mit dem Gesicht der Jungen,
denn die List der alten Welt lauert dem Leben auf.

Den Liebenden gilt die Seligkeit beider Welten ein Gerstenkorn,
denn dies ist geringe Ware und jenes eine reiche Gabe.

Ich wünsche mir einen angenehmen Gefährten und eine gestimmte Laute,
um meinen Schmerz zum Klagen von Bass und Diskant zu sagen.

Ich habe mir vorgenommen, keinen Wein zu trinken und keine Sünde zu begehen,
wenn das Schicksal mit meinem Plan übereinstimmt.

Da man die ewige Zuteilung ohne unsere Anwesenheit vornahm,
so mäkle nicht, wenn ein wenig nicht nach deinem Wunsch ist.

Schenke, gieß mir wie der Tulpe Wein und Moschus in den Becher,
denn das Bild vom Schönheitsmal meiner Schönen geht mir nicht aus dem Sinn.

Bring den Becher aus schimmernder Perle, o Schenke;
sag dem Neider: «Sieh die Großmut des Wesirs und stirb.»

In der Absicht zu bereuen stellte ich den Becher hundertmal aus der Hand,
doch der Blick des Schenken lässt nicht nach.

Zweijähriger Wein und eine vierzehnjährige Geliebte:
das genügt mir an Gesellschaft von Klein und Groß.

Wer hält unser entlaufenes Herz auf?
Gebt Nachricht: Ein Madschnun hat sich von der Kette gerissen.

Sprich bei diesem Gelage nicht von Reue, Hafis,
denn die Schenken mit den Bogenbrauen treffen dich mit Pfeilen.

Nimm den Rat derer an, die es gut mit dir meinen, und such keine Ausreden. Nutze die Tage der Jugend und der Freude, denn die Zeit liegt auf der Lauer. Nimm an, was dir von Anfang an zugeteilt wurde, und mäkle nicht, wenn dir etwas nicht gefällt. Die Vorsätze, die du so oft gefasst und gebrochen hast, zeigen, dass du ehrlich zu dir selbst sein musst.