Ghasel 428

سحرگاهان، که مخمور شبانه
گرفتم باده با چنگ و چغانه

نهادم عقل را ره ‌توشه از می،
ز شهر هستی‌اش کردم روانه

نگار می‌فروشم عشوه‌ای داد،
که ایمن گشتم از مکر زمانه

ز ساقی کمان ‌ابرو شنیدم؛
که ای تیر ملامت را نشانه!

نبندی زان میان طرفی، کمروار،
اگر خود را ببینی در میانه

برو، این دام بر مرغی دگر نه
که عنقا را بلند است آشیانه!

که بندد طرف وصل از حسن شاهی؟
که با خود عشق بازد جاودانه‌؟

ندیم و مطرب و ساقی، همه اوست؛
خیال آب و گل در ره، بهانه

بده کشتی می تا خوش برانیم،
از این دریای ناپیداکرانه

وجود ما معمایی‌ست، حافظ؛
که تحقیقش، فسون است و فسانه

In der Morgenfrühe, noch schwer vom nächtlichen Trinken,
griff ich zum Wein bei Harfe und Schellentrommel.

Ich gab der Vernunft Wein als Wegzehrung
und schickte sie fort aus der Stadt des Daseins.

Meine weinverkaufende Schöne schenkte mir einen Blick,
sodass ich vor den Listen der Zeit sicher wurde.

Vom Schenken mit der Bogenbraue hörte ich:
»O du Zielscheibe für den Pfeil des Tadels,

du gewinnst wie der Gürtel nichts von jener Taille,
solange du dich selbst in der Mitte siehst.

Geh, leg diese Schlinge einem anderen Vogel,
denn das Nest des Anqa liegt hoch.«

Wer gewinnt die Vereinigung von der Schönheit eines Königs,
der ewig mit sich selbst das Spiel der Liebe spielt?

Gefährte, Spielmann und Schenke, alles ist er;
das Bild von Wasser und Lehm auf dem Weg ist ein Vorwand.

Gib das Schiff des Weins, damit wir froh hinausfahren
aus diesem Meer, dessen Ufer nicht zu sehen ist.

Unser Dasein ist ein Rätsel, Hafis,
dessen Erforschung Zauber und Märchen ist.

Solange du dich selbst in der Mitte siehst, erreichst du nicht, was du willst: Leg die Selbstbezogenheit ab. Was du suchst, ist zu hoch, um mit Tricks gefangen zu werden. Alles, was du siehst, ist die Erscheinung einer einzigen Wahrheit. Hör auf, zu viel über das Rätsel des Daseins nachzudenken, das kein Ende hat, und überquere dieses uferlose Meer mit leichtem Herzen.