Ghasel 479

صبح است و ژاله می‌چکد از ابر بهمنی
برگ صبوح ساز و بده جام یک منی

در بحر مایی و منی افتاده‌ام، بیار
می تا خلاص بخشدم از مایی و منی

خون پیاله خور که حلال است خون او
در کار یار باش که کاری‌ست کردنی

ساقی به دست باش که غم در کمین ماست
مطرب نگاه دار همین ره که می‌زنی

می ده که سر به گوش من آورد چنگ و گفت
«خوش بگذران و بشنو از این پیر منحنی»

ساقی به بی‌نیازی رندان که می بده
تا بشنوی ز صوت مغنی «هو الغنی»

Es ist Morgen, und der Tau tropft aus der Winterwolke;
richte den Morgentrunk und reich einen Becher von vollem Maß.

Ich bin ins Meer von »Wir« und »Ich« gefallen; bring
Wein, damit er mich von »Wir« und »Ich« befreit.

Trink das Blut des Bechers, denn sein Blut ist erlaubt;
kümmere dich um die Sache des Freundes, denn das ist ein Werk, das sich lohnt.

Schenke, bleib zur Hand, denn der Kummer lauert uns auf;
Spielmann, halte eben diese Weise fest, die du spielst.

Gib Wein, denn die Harfe neigte den Kopf an mein Ohr und sagte:
»Lebe froh und höre auf diesen gebeugten Alten.«

Schenke, bei der Bedürfnislosigkeit der Rends, gib Wein,
damit du aus der Stimme des Sängers hörst: »Er ist der, der nichts bedarf.«

Ein neuer Tag hat begonnen: Beginne ihn mit frohem Herzen. Du hast dich in »Ich« und »Wir« verstrickt: Befreie dich von der Selbstbezogenheit. Widme dich einem Werk, das dem Menschen nützt, den du liebst. Der Kummer lauert, also halte Freude und Freunde in deiner Nähe. Höre auf den Rat der Alten und lebe bedürfnislos.