Ghasel 291: Wir haben in dieser Stadt unser Glück erprobt
ما آزمودهایم در این شهر بخت خویش
بیرون کشید باید از این ورطه رخت خویش
از بس که دست میگزم و آه میکشم
آتش زدم چو گل به تن لخت لخت خویش
دوشم ز بلبلی چه خوش آمد که میسرود
گل گوش پهن کرده ز شاخ درخت خویش
کای دل تو شاد باش که آن یار تندخو
بسیار تند روی نشیند ز بخت خویش
خواهی که سخت و سست جهان بر تو بگذرد
بگذر ز عهد سست و سخنهای سخت خویش
وقت است کز فراق تو وز سوز اندرون
آتش درافکنم به همه رخت و پخت خویش
ای حافظ ار مراد میسر شدی مدام
جمشید نیز دور نماندی ز تخت خویش
Wir haben in dieser Stadt unser Glück erprobt;
man muss seine Habe aus diesem Strudel ziehen.
Vom vielen Händebeißen und Seufzen
habe ich wie die Rose meinen Leib Stück für Stück in Brand gesetzt.
Wie gefiel mir gestern Nacht eine Nachtigall, die sang,
während die Rose vom Zweig ihres Baumes das Ohr weit aufspannte:
«O Herz, sei froh, denn jener jähzornige Freund
wird über sein eigenes Geschick sehr sauer dreinblicken.»
Willst du, dass Hartes und Weiches der Welt an dir vorübergeht,
so lass von deinem schwachen Versprechen und deinen harten Worten.
Es ist Zeit, dass ich vor Trennung von dir und innerem Brennen
Feuer an all meine Habe lege.
O Hafis, wäre der Wunsch stets erreichbar,
so wäre auch Dschamschid nicht von seinem Thron getrennt worden.
Deutung des Fals
Du hast dein Glück dort versucht, wo du bist, und es ist nichts daraus geworden: Vielleicht ist es Zeit zu gehen und neu anzufangen. Reue und Bedauern verbrennen nur dich selbst. Der Mensch, der hart zu dir war, wird selbst darunter leiden. Wenn du willst, dass das Leben leicht verläuft, lass gebrochene Versprechen und harte Worte. Wisse, dass niemand immer bekommt, was er will.