Ghasel 8: Steh auf, Schenke, und reiche den Becher

ساقیا برخیز و درده جام را
خاک بر سر کن غم ایام را

ساغر می بر کفم نه تا ز بر
برکشم این دلق ازرق‌فام را

گرچه بدنامی‌ست نزد عاقلان
ما نمی‌خواهیم ننگ و نام را

باده درده چند از این باد غرور
خاک بر سر، نفس نافرجام را

دود آه سینهٔ نالان من
سوخت این افسردگان خام را

محرم راز دل شیدای خود
کس نمی‌بینم ز خاص و عام را

با دلارامی مرا خاطر خوش است
کز دلم یک باره برد آرام را

ننگرد دیگر به سرو اندر چمن
هرکه دید آن سرو سیم‌اندام را

صبر کن حافظ به سختی روز و شب
عاقبت روزی بیابی کام را

Steh auf, Schenke, und reiche den Becher;
streu Staub auf das Haupt des Kummers der Tage.

Leg mir den Weinbecher in die Hand, damit ich von den Schultern
diese blaufarbene Flickenkutte reiße.

Mag es bei den Verständigen übler Ruf sein,
wir wollen weder Namen noch Ehre.

Schenk Wein ein; wie lange noch dieser Wind des Stolzes?
Staub auf das Haupt des Ichs, das zu nichts Gutem führt!

Der Rauch des Seufzers meiner klagenden Brust
hat diese Rohen und Erstarrten verbrannt.

Einen Vertrauten für das Geheimnis meines rasenden Herzens
sehe ich bei niemandem, hoch oder niedrig.

Mein Sinn ist froh mit einer Herzenströsterin,
die mit einem Mal die Ruhe aus meinem Herzen nahm.

Der schaut nicht mehr auf die Zypresse in der Wiese,
der jene Zypresse mit Silbergliedern sah.

Hab Geduld, Hafis, in der Härte, Tag und Nacht;
am Ende, eines Tages, erlangst du dein Verlangen.

Deutung des Fals

Leg den Kummer dieser Tage ab und lass Stolz und äußeren Schein los. Du hast das Gefühl, dich niemandem anvertrauen zu können, und dein Herz ist unruhig, doch kümmere dich nicht um das Gerede der Leute. Die jetzige Härte geht vorüber. Hab Tag und Nacht Geduld; am Ende bekommst du, was du dir wünschst.