Ghasel 283: In der Frühe kam mir von der Stimme des Verborgenen frohe Kunde ans Ohr

سحر ز هاتف غیبم رسید مژده به گوش
که دور شاه‌شجاع است، می دلیر بنوش

شد آن که اهل نظر بر کناره می‌رفتند
هزار گونه سخن در دهان و لب خاموش

به صوت چنگ بگوییم آن حکایت‌ها
که از نهفتن آن دیگ سینه می‌زد جوش

شراب خانگی ترس محتسب‌خورده
به روی یار بنوشیم و بانگ نوشانوش

ز کوی میکده دوشش به دوش می‌بردند
امام شهر که سجاده می‌کشید به دوش

دلا! دلالت خیرت کنم به راه نجات
مکن به فسق مباهات و زهد هم مفروش

محل نور تجلی‌ست رای انور شاه
چو قرب او طلبی در صفای نیت کوش

به جز ثنای جلالش مساز ورد ضمیر
که هست گوش دلش محرم پیام سروش

رموز مصلحت ملک خسروان دانند
گدای گوشه‌نشینی تو حافظا مخروش

In der Frühe kam mir von der Stimme des Verborgenen frohe Kunde ans Ohr:
«Es ist die Zeit von Schah Schodscha; trink den Wein kühn.»

Vorbei ist die Zeit, da die Schauenden am Rand entlanggingen,
tausenderlei Worte im Mund und die Lippen verschlossen.

Zum Klang der Harfe werden wir jene Geschichten erzählen,
deren Verbergen den Kessel der Brust zum Kochen brachte.

Den hausgemachten Wein, der den Sittenwächter fürchtete,
trinken wir auf das Gesicht des Freundes mit dem Ruf «Trinkt, trinkt!».

Gestern Nacht trug man ihn auf den Schultern aus der Gasse der Schenke,
den Imam der Stadt, der den Gebetsteppich über der Schulter trug.

O Herz, ich weise dir gut den Weg zur Rettung:
Prahle nicht mit der Sünde und stell auch die Frömmigkeit nicht zur Schau.

Das leuchtende Urteil des Königs ist der Ort des Lichts der Erscheinung;
suchst du seine Nähe, so mühe dich um Lauterkeit der Absicht.

Mach nichts als das Lob seiner Majestät zur Litanei deines Sinnes,
denn das Ohr seines Herzens ist Vertrauter der Botschaft des Engels.

Die Geheimnisse dessen, was dem Reich nützt, kennen die Könige;
du bist ein Bettler im Winkel, Hafis: Lärme nicht.

Deutung des Fals

Die Zeit der Strenge und des Schweigens ist vorbei, und ein großzügigeres Zeitalter ist gekommen: Du darfst nun offen sagen, was du im Herzen behalten hast. Halte aber Maß: Prahle weder mit deinen Fehlern noch stell deine Tugend zur Schau. Um den Großen nahezukommen, läutere deine Absicht. In Dingen, die über deinen Stand hinausgehen, mäkle nicht.